Monat: Mai 2021

Der BGH schränkt die Prospekthaftung von Fondsgesellschaften ein

Wer wirtschaftlich in der Lage ist, Vermögen zu bilden, sucht nach sicheren Anlagemöglichkeiten mit hoher Rendite. In der Regel steigt mit der Rendite jedoch auch das Verlustrisiko. Aber da in Niedrigzinszeiten die Renditen weithin niedrig sind, neigen Anleger zu riskanteren Investitionen, um zumindest ein wenig Rendite zu erzielen.

In vielen Fällen entscheiden sich die Sparer für die Anlage ihres Vermögens in einem Fonds. Diese sind in der Regel als Kommanditgesellschaften organisiert, deren Vermögen in einem (hoffentlich) lukrativen Anlageobjekt besteht, wie etwa einer Gewerbeimmobilie, einem Flugzeug oder einem Containerschiff.

Initiatoren solcher Fonds werben für die Investition mit Verkaufsprospekten. Fällt der Fonds in die Insolvenz, so verlangen die Anleger Schadensersatz und berufen sich dabei meist auf eine – vermeintliche oder tatsächliche – Unrichtigkeit des Verkaufsprospekts.

Ein solcher Fall lag dem Beschluss vom 19.1.2021, Aktenzeichen: XI ZB 35/18, des Bundesgerichtshofs (BGH) zugrunde, der in einem Verfahren nach dem Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz (KapMuG) ergangen ist.

Ohne hier auf die Besonderheiten solcher Verfahren eingehen zu wollen: das zuständige Landgericht Hamburg hatte dem Oberlandesgericht Hamburg Feststellungsziele zum Zwecke des Musterentscheids vorgelegt. Gegen den daraufhin ergangenen Musterentscheid hat der Musterkläger Rechtsbeschwerde zum BGH eingelegt. Diese hatte nur sehr eingeschränkt Erfolg.

Im Rahmen seiner Entscheidung über die Rechtsbeschwerde hat sich der BGH mit der Frage befasst, ob neben der spezialgesetzlich geregelten Prospekthaftung, die einer relativ kurzen Verjährung unterliegt, auch eine allgemeine zivilrechtliche Haftung aus einer vorvertraglichen Pflichtverletzung in Betracht komme. Das war in der Vergangenheit vom BGH bejaht worden.

Unter Abkehr von der bisherigen Rechtsprechung hat der BGH nun in seinem Beschluss vom 19.1.2021 klargestellt, dass eine Haftung aus vorvertraglicher Pflichtverletzung aufgrund der Verwendung eines unrichtigen Prospektes ausgeschlossen ist. Sie kommt nur bei solchen Pflichtverletzungen in Betracht, die nicht spezialgesetzlich geregelt sind.

Sie sind Initiator eines Fonds und werden von Anlegern aus Prospekthaftung in Anspruch genommen? Sie sind Anleger eines insolventen Fonds und wollen die Initiatoren auf Schadensersatz in Anspruch nehmen? Sprechen Sie uns an, wir unterstützen Sie gerne.

Ihr Rechtsanwalt für Gesellschaftsrecht in Hamburg.

Achtung: Dieser Beitrag enthält nur allgemeine Hinweise und ersetzt keinesfalls eine Beratung im Einzelfall. Dieser Beitrag gibt die Rechtslage zum Zeitpunkt seiner Erstellung wieder, spätere Änderungen der Rechtslage sind nicht berücksichtigt. Sprechen Sie uns an!

Annulation du pacte successoral allemand en cas d’incapacité

En droit des successions allemand, le pacte successoral (Erbvertrag) est un contrat par lequel les successions de l’un ou de plusieurs des cocontractants sont réglées. La plupart du temps, le pacte successoral, qui doit revêtir la forme d’un acte authentique, comporte des dispositions réciproques (vertragsmäßige Verfügungen) des cocontractants.

Une annulation du pacte successoral est possible, notamment lorsqu’elle est réservée dans le contrat, mais uniquement du vivant des cocontractants. La raison en est que le cocontractant prédécédé ne peut plus modifier sa disposition de dernières volontés. La question de savoir si une annulation est encore possible lorsque l’un des contractants devient incapable était controversée.

Dans une ordonnance du 27 janvier 2021, référence XII ZB 450/20, la Cour fédérale de justice (Bundesgerichtshof, BGH), s’est prononcée en faveur de l’annulation d’un pacte successoral en présence d’un contractant incapable. Le pacte avait été conclu entre futurs époux et prévoyait une clause d’annulation. L’un des époux étant devenu incapable, l’autre a prononcé l’annulation et l’a fait signifier à son conjoint incapable ainsi qu’au représentant conventionnel de celui-ci. En parallèle, il a sollicité la nomination d’un tuteur auprès du tribunal régional.

La demande de nomination d’un tuteur a été rejeté par le tribunal régional de Karlsruhe. L’appel devant la Cour d’appel de Karlsruhe a également été rejeté et la décision de la Cour d’appel a été confirmée par la Cour fédérale de justice.

La Cour fédérale de justice a considéré que la demande de nomination d’un tuteur, bien que recevable, était infondée. Elle a considéré qu’il n’y avait pas besoin de nommer un tuteur.

Selon la Cour fédérale de justice, l’annulation d’un pacte successoral demeure possible jusqu’au premier décès d’un contractant, et ceci même si l’un des contractants devient incapable et ne peut plus disposer après l’annulation du pacte successoral. S’en suivait le problème du destinataire de la signification de la déclaration d’annulation. Une signification au contractant incapable exclusivement aurait été manifestement insuffisante.

La Cour fédérale a considéré qu’en l’espèce, la déclaration d’annulation pouvait valablement être signifiée au représentant conventionnel du conjoint incapable. Le représentant conventionnel peut être assimilé au représentant légal pour les besoins de la signification de la déclaration d’annulation.

Vous êtes contractant d’un pacte successoral et vous souhaitez regagner votre liberté de disposer ? Vous êtes un avocat ou un notaire accompagnant une personne ayant contracté un pacte successoral ? Contactez-nous. Nous vous assisterons dans vos démarches.

Votre avocat franco-allemand en droit des successions à Hambourg en Allemagne.

 Le présent article ne donne que des renseignements d’ordre général. En aucun cas il ne saurait remplacer une consultation sur un cas concret. Le présent article expose le droit au moment de sa rédaction, les modifications ultérieures ne sont pas prises en compte. Prenez contact avec nous !

Französische Spekulationssteuer auf Gewinne aus Immobiliengeschäften

Wer eine Immobilie günstig erwirbt und dann teuer verkauft, erzielt einen Gewinn, der möglicherweise besteuert wird. Wie in Deutschland kennt man auch in Frankreich eine solche Spekulationssteuer auf entgeltliche Veräußerungen von französischen Immobilien.

Die französischen Vorschriften über die Besteuerung von Gewinnen aus Immobiliengeschäften unterscheiden danach, ob der Veräußerer seinen Steuerwohnsitz in Frankreich oder im Ausland hat, und ob die Immobilie privat oder geschäftlich genutzt wurde. Hier geht es um die Veräußerung von privat genutzten französischen Immobilien durch Privatpersonen.

Besteuert wird der Gewinn aus einer entgeltlichen Immobilienveräußerung; Schenkungen oder der Erwerb im Rahmen einer Erbschaft werden also nicht besteuert. Der Gewinn wird grundsätzlich durch einen Vergleich der Werte bei Erwerb und bei Veräußerung ermittelt. Bestimmte Kosten können in Abzug gebracht werden.

Auf den Veräußerungsgewinn werden bis zu drei verschiedene Abgaben erhoben: die sogenannte Sonderabgabe (prélèvement spécifique) in Höhe von 19%, die Sozialabgaben (prélèvements sociaux) in Höhe von 17,2% sowie ausnahmsweise noch eine Steuer, wenn der Gewinn EUR 50.000,00 übersteigt, letztere jedoch nur dann, wenn der Veräußerer der französischen Einkommensteuer unterliegt.

Freibeträge (exonérations) kommen für Steuerausländer kaum zum tragen. Von dem für die Berechnung der Abgaben maßgeblichen Gewinn sind jedoch in Abhängigkeit der Haltedauer – also des Zeitraums zwischen Erwerb und Veräußerung – Abschläge (abattements) zu machen.

Erfolgt die Veräußerung in den ersten fünf Jahren nach Erwerb der Immobilie, berechnen sich die Abgaben nach dem vollen Gewinn. Danach reduziert sich der Gewinn für die Berechnung der Abgaben jährlich, bis nach 30 Jahren keine Abgaben mehr anfallen.

Wer also eine Immobilie verkauft, die vor mehr als 30 Jahren erworben wurde, zahlt keine Abgaben auf den Gewinn, egal wie hoch der Gewinn ist. Das gilt jedoch nicht für die Steuer auf Gewinne von mehr als EUR 50.000,00, soweit diese anfällt.

Sie wollen eine französische Immobilie verkaufen und fragen sich, in welcher Höhe ein eventueller Veräußerungsgewinn besteuert würde? Sprechen Sie uns an, wir unterstützen Sie gerne.

Ihr Rechtsanwalt für französisches Immobilienrecht in Hamburg.

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Déchéance d’une marque en droit allemand

Au sein de l’Union européenne, le droit des marques nationales des Etats membres est marqué par des directives qui laissent des marges aux Etats membres. Ainsi, au niveau de la transposition des directives en droit national, malgré une forte harmonisation, des différences subsistent entre les droits des différents Etats membres. Cependant, le droit national doit être interprété dans la lumière des directives sur lesquelles il repose.

Dans un arrêt du 14 janvier 2021, référence I ZR 40/20, affaire « Stella », la Cour fédérale de justice (Bundesgerichtshof), a fait un revirement de jurisprudence en matière de déchéance d’une marque nationale.

La marque litigieuse « Stella » avait été enregistrée pour des vins mousseux. La demanderesse, elle-même distributeur de vins mousseux, avait formé une demande en déchéance, d’abord devant l’office allemand des brevets et marques DPMA (l’équivalent de l’INPI), puis, après l’opposition du titulaire de la marque, devant le tribunal régional de Munich. La demanderesse a été débouté de sa demande et son appel contre la décision a été rejeté. Sur la demande de révision devant la Cour fédérale de justice, la décision de la Cour d’appel a été annulée et l’affaire a été renvoyée devant la Cour d’appel.

La décision de la Cour d’appel reposait pour l’essentiel sur deux arguments. Se fondant sur une jurisprudence constante de la Cour fédérale de justice, elle a estimé, d’une part, que la période de cinq ans pendant laquelle la marque n’a pas fait l’objet par le titulaire d’un usage sérieux prend fin à la date de la clôture de l’audience devant le tribunal et, d’autre part, que c’est le demandeur qui doit prouver l’absence d’usage sérieux.

Estimant que sa jurisprudence ne serait plus compatible avec la jurisprudence de la Cour de justice de l’Union européenne (CJUE), la Cour fédérale de justice a abandonné sa jurisprudence constante, fixant désormais la fin de la période de non-usage à la date de l’introduction de la demande en déchéance devant le DPMA et mettant la preuve de l’usage à la charge du titulaire de la marque attaquée.

Vous êtes en litige avec le titulaire d’une marque allemande qui n’est pas sérieusement utilisée ? Votre marque allemande est attaquée pour défaut d’usage sérieux ? Contactez-nous. Nous vous conseillerons et vous assisterons dans la défense de vos droits.

Votre avocat franco-allemand en droit des marques à Hambourg en Allemagne.

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