Frankreichimmobilie im (Mit-)Eigentum von Minderjährigen

Die Immobilie in Frankreich wird in der Regel als Ferienimmobilie genutzt. Im Alter wird der Traum vom Haus in Frankreich oft zur Last. Dann möchte man die Immobilie entweder im Familienkreis weitergeben oder sogar ganz verkaufen, z.B. weil die nachfolgende Generation kein Interesse mehr an der Immobilie hat.

Häufig sind Minderjährige beteiligt. Entweder man möchte ihnen die Immobilie schenken, oder die Minderjährigen sind bereits – sei es durch Erbschaft, sei es durch Schenkung – (Mit-)Eigentümer der Immobilie geworden und müssen nun an den geplanten Änderungen mitwirken.

Die Rechte an der in Frankreich belegenen Immobilie richten sich nach französischem Recht. Das gilt insbesondere für den Vertrag, mit dem die Immobilie übereignet wird: dieser Vertrag, ob er Kaufvertrag oder Schenkung ist – anders als im deutschen Recht führt bereits der Abschluss des Kauf- oder Schenkungsvertrags in Frankreich zum Eigentumsübergang (Konsensualprinzip) – unterliegt französischem Recht.

Das gilt aber nicht unbedingt für sogenannte Vorfragen, also Fragen, die nicht immobilienrechtlicher Natur sind, sich aber bei einem Immobiliengeschäft stellen. Das gilt beispielsweise für die elterliche Verantwortung. Das ist die Frage, ob und unter welchen Voraussetzungen die Eltern ihr Kind bei Rechtsgeschäften vertreten können. Anwendbar ist nach Artikel 17 des Haager Kinderschutzübereinkommens (KSÜ) das Recht des Staates des gewöhnlichen Aufenthalts des Kindes.

Wenn also in Deutschland lebende Minderjährige an einem Geschäft bezüglich einer in Frankreich belegenen Immobilie beteiligt sind, gilt für ihre Vertretung deutsches Recht.

Das deutsche Recht sieht in den §§ 1643 (1), 1821 (1) Nr. 1 und Nr. 4 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) vor, dass die Eltern einer familiengerichtlichen Genehmigung bedürfen, wenn sie im Namen der minderjährigen Kinder über eine Immobilie Verfügen wollen. Sind die Eltern an der Vertretung des minderjährigen Kindes gehindert, muss sogar ein Ergänzungspfleger bestellt werden, § 1909 BGB.

Bei der Frankreichimmobilie besteht das Problem nun üblicherweise darin, dass die Entscheidung des Familiengerichts eingeholt werden muss, bevor der endgültige Vertrag vorliegt. Das Familiengericht muss also im Vorhinein entscheiden. Das muss bei der Antragstellung berücksichtigt werden.

Sie benötigen Unterstützung bei einem Geschäft über eine Frankreichimmobilie, an dem ein(e) Minderjährige(r) beteiligt ist? Sprechen Sie uns an, wir beraten und vertreten Sie gerne.

Ihr Rechtsanwalt für Erbrecht in Hamburg.

Achtung: Dieser Beitrag enthält nur allgemeine Hinweise und ersetzt keinesfalls eine Beratung im Einzelfall. Dieser Beitrag gibt die Rechtslage zum Zeitpunkt seiner Erstellung wieder, spätere Änderungen der Rechtslage sind nicht berücksichtigt. Sprechen Sie uns an!

Interprétation d'un testament commun (testament berlinois)

En droit allemand, contrairement au droit français, les époux peuvent établir un testament commun (gemeinschaftliches Testament). En dehors de quelques spécificités d’ordre formel, la particularité de ce testament consiste dans le fait qu’au moment du décès du premier conjoint, le conjoint survivant est lié par le testament, pour autant que les dispositions respectives sont faites en considération l’une de l’autre (wechselbezügliche Verfügungen).

La forme la plus répondue d’un testament commun, appelé testament berlinois (Berliner Testament), consiste pour les époux à se désigner réciproquement et à désigner leur(s) enfant(s) comme héritiers après le conjoint survivant. Bien entendu, cela implique que les enfants sont exclus de la succession du conjoint décédant en premier.

Le testament berlinois est problématique au regard des droits des descendants du conjoint décédant en premier, les descendants se trouvant déshérités dans sa succession. Ainsi, deux formes de testament berlinois se sont établies, appelées solution unitaire (Einheitslösung) et solution séparative (Trennungslösung).

Alors que dans la solution unitaire, les patrimoines des deux époux sont confondus au moment du décès du premier, dans la solution séparative, le conjoint survivant devient héritier fiduciaire (Vorerbe) de son conjoint, le ou les héritiers finaux étant les enfants. Pour les enfants, l’avantage de la deuxième solution (solution séparative) est que le conjoint survivant est limité dans ses pouvoirs de disposition sur le patrimoine du conjoint décédé en premier.

Dans une ordonnance du 21.12.2020, référence 3 W 134/20, la cour d’appel de Brandebourg (OLG Brandenburg) avait à statuer sur l’interprétation d’un testament berlinois qui comportait des dispositions sur le sort de « notre patrimoine ». Le tuteur du conjoint survivant souhaitait vendre un immeuble dépendant de la succession du conjoint prédécédé. La fille du défunt s’y opposait au motif que le conjoint survivant ne serait qu’un héritier fiduciaire.

La demande de la fille a été rejetée par la cour d’appel, au motif, d’une part, que le paragraphe 2269 alinéa 1er du Code civil allemand (Bürgerliches Gesetzbuch, BGB) stipule que la solution unitaire est le principe et, d’autre part, que l’emploi du terme « notre patrimoine » milite plutôt en faveur de la solution unitaire.

Vous êtes l’enfant de parents qui ont établi un testament berlinois et vous souhaitez vous assurer la meilleure protection de vos droits ? Contactez-nous. Nous vous assisterons dans vos démarches.

Votre avocat franco-allemand en droit des successions à Hambourg en Allemagne.

Le présent article ne donne que des renseignements d’ordre général. En aucun cas il ne saurait remplacer une consultation sur un cas concret. Le présent article expose le droit au moment de sa rédaction, les modifications ultérieures ne sont pas prises en compte. Prenez contact avec nous !

Rechte des Mitbewerbers bei unlauterem Wettbewerb

Der Wettbewerb ist grundsätzlich frei. Untersagt ist aber der sogenannte unlautere Wettbewerb. Was unlauterer Wettbewerb ist, ist im Wesentlichen im Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) geregelt. Das UWG regelt auch, wer gegen unlauteren Wettbewerb vorgehen kann und welche Ansprüche er hat.

Im Vordergrund stehen die Ansprüche auf Beseitigung und Unterlassung, wobei die Unterscheidung zwischen beiden darin liegt, ob der unlautere Wettbewerb noch andauert, oder nicht, § 8 (1) UWG. Wer Ansprüche geltend machen kann, ergibt sich aus § 8 (3) UWG. Dort wird, neben rechtsfähigen Verbänden und anderen, an erster Stelle der Mitbewerber genannt.

In einem Urteil vom 5.11.2020, Az. I ZR 234/19, Zweitmarkt für Lebensversicherungen, hatte der Bundesgerichtshof (BGH) über die Auslegung des Begriffs des Mitbewerbers zu entscheiden. Die Klägerin war eine Versicherungsgesellschaft, die Kapitalversicherungsverträge anbot. Die Beklagte war ein Inkassounternehmen, dessen Geschäftsmodell unter anderem darin bestand, Forderungen aus Kapitallebensversicherungen anzukaufen, die Versicherung zu kündigen und den Rückkaufpreis anderweitig anlegen zu lassen.

Die Klägerin machte Ansprüche geltend, die teils als mitbewerberschützend, teils als verbraucherschützend zu qualifizieren waren. Die Frage war, ob der Begriff des Mitbewerbers unterschiedlich auszulegen ist, je nachdem, wie die Anspruchsgrundlage zu qualifizieren ist. Die Folge einer solchen Differenzierung wäre, dass der Anspruchsteller in Bezug auf bestimmte Regelungen als Mitbewerber anzusehen wäre, in Bezug auf andere nicht.

Der Bundesgerichtshof hat sich für eine einheitliche Auslegung des Mitbewerberbegriffs entschieden. Der Begriff werde in § 2 (1) Nr. 3 UWG für das gesamte UWG einheitlich definiert. Für einen Mitbewerberbegriff, der zwischen einzelnen Anspruchsgrundlagen unterscheidet, sei deshalb kein Raum. Anders sei es nur insoweit, als sich eine abweichende Auslegung des Mitbewerberbegriffs aus europäischem Recht ergebe.

Man kann die Richtigkeit dieser Entscheidung bezweifeln, wird die Entscheidung aber in Zukunft zu beachten haben. Ebenfalls wird man aber ab dem 01.12.2021 die Einschränkung der Ansprüche der Mitbewerber in § 8 (3) Nr. 1 UWG beachten müssen.

Sie möchten gegen ein Unternehmen vorgehen, das ihres Erachtens unlauteren Wettbewerb betreibt, und wissen nicht, ob Sie sein Mitbewerber im Sinne des UWG sind und deshalb gegen ihn vorgehen können? Sprechen Sie uns an. Wir beraten und vertreten Sie gerne.

Ihr Rechtsanwalt für Wettbewerbsrecht in Hamburg.

Achtung: Dieser Beitrag enthält nur allgemeine Hinweise und ersetzt keinesfalls eine Beratung im Einzelfall. Dieser Beitrag gibt die Rechtslage zum Zeitpunkt seiner Erstellung wieder, spätere Änderungen der Rechtslage sind nicht berücksichtigt. Sprechen Sie uns an!

L’œuvre d’art endommagée sous le régime CMR

Quels sont les dommages-intérêts auxquels on peut prétendre en cas d’endommagement d’une œuvre d’art dans le cadre d’un transport relevant de la Convention relative au contrat de transport international de marchandises par route du 19 mai 1956 (CMR) ? Cette question a fait l’objet d’un arrêt du 17 décembre 2020, référence I ZR 130/19, de la Cour fédérale de justice (Bundesgerichtshof, BGH).

La demanderesse était la gérante d’une société à responsabilité limitée allemande (GmbH) qui avait mandaté la défenderesse, une agence de transport, de faire transporter une œuvre d’un artiste célèbre de l’Angleterre en Allemagne. Les parties avaient convenus que la défenderesse fait assurer l’œuvre d’art à une valeur de 200.000 euros contre le risque du transport. Le contrat de transport était soumis aux « Allgemeine Vertragsbedingungen Kunst », des conditions générales pour le transport d’œuvres d’art. L’œuvre d’art a été endommagé sur le transport. La demanderesse a réclamé des dommages-intérêts à hauteur de la valeur vénale de l’œuvre, soit près de 300.000 euros.

En première instance (tribunal régional de Berlin), la demanderesse a obtenu 5.524,68 euros, en deuxième instance (cour d’appel de Berlin) 106.840,43 euros. Sur le recours en révision de la défenderesse, la Cour fédérale de justice a annulé l’arrêt de la cour d’appel et a renvoyé les parties devant la cour d’appel.

Le transport relevait de la CMR. La question était celle de savoir si la défenderesse pouvait se prévaloir de la limitation de responsabilité prévue à l’article 23 § 3 CMR. La cour d’appel avait estimé que non. Du fait de la souscription d’une assurance et de la fixation de la valeur à 200.000 euros, la limitation de responsabilité aurait été augmenté à ce montant.

Selon la Cour fédérale de justice, les conditions d’une dérogation à la limitation de responsabilité à l’article 23 § 3 CMR ne sont pas réunies, que ce soient celles de l’article 24 CMR ou de l’article 26 § 1 CMR. Dans les deux cas, il est nécessaire que la modification de la limitation de responsabilité soit déclarée ou inscrite dans la lettre de voiture, ce qui n’a pas été le cas en l’espèce.

Dans la mesure où les éléments au dossier ne permettaient pas à la Cour fédérale de justice de déterminer le montant des dommages-intérêts, l’affaire a été renvoyée devant la cour d’appel.

Vous faites régulièrement transporter des œuvres d’art sur un plan international et vous souhaitez être certains que le transport est assuré à la valeur des œuvre transportées ? Contactez-nous. Nous vous assisterons dans la rédaction de vos contrats de transport.

Votre avocat franco-allemand en droit commercial à Hambourg en Allemagne.

 Le présent article ne donne que des renseignements d’ordre général. En aucun cas il ne saurait remplacer une consultation sur un cas concret. Le présent article expose le droit au moment de sa rédaction, les modifications ultérieures ne sont pas prises en compte. Prenez contact avec nous !